13.02.2020

Jubiläum! 20 Jahre Uni-Blutspende. Eine Tradition in Gefahr?

Mittlerweile ist es eine Art Tradition, die sich
vierteljährlich im Osnabrücker Schloss zuträgt, wenn
die Liberale Hochschulgruppe (LHG) und das Deutsche
Rote Kreuz Hand in Hand gemeinsam die Universitäts-
Blutspende ausrichten.


Denn bereits seit dem Januar 2000 sind die Kräfte des
Deutschen Roten Kreuzes auf dem Campus Innenstadt
tätig. „7320 Menschen haben seitdem gespendet und man
wird sich wohl kaum vorstellen können, wie viele Menschen
dadurch Hilfe und Rettung erhalten haben. Genau aus
diesem Grund ist die Zusammenarbeit zwischen LHG und
DRK ein unverzichtbarer Beitrag für die Gesellschaft“, so
Jonas Wimmer (Vorsitzender). Ein erst im Sommer 2019
veröffentlichter Artikel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
hat über den Rückgang von bereitwilligen Spenderinnen
und Spendern informiert. Diese traurige Tendenz wird auch
für die Mitglieder der LHG, welche die Blutspende
organisieren zunehmend spürbar. Der Kampf um
potenzielle Lebensrettende ist schwieriger geworden.
Desinteresse und Hektik sind der Grund, weshalb nur noch
selten zugehört wird, wenn die Mitglieder der LHG
versuchen Menschen auf dem Campus und in der Stadt für
die Spende zu begeistern. Die Arbeit beginnt für die
Organisatoren bereits schon 3 Wochen im Voraus, denn
die Werbung muss sowohl analog, als auch digital an die
Menschen in der ganzen Stadt gebracht werden. Dabei
steht sie immer wieder in harter Konkurrenz zu
Entertainment, aber auch dramatischen Inhalten wie Hetze
und Fake-News, welche die Aufmerksamkeit im Netz
anziehen.
Daher versuchen wir die Menschen in allen Bereichen des
Lebens aufmerksam zu machen. Besonders erfreulich ist
immer wieder die Hilfsbereitschaft von Händlern, Kneipen
und Bars, die Werbeplakate in ihren Räumlichkeiten
anbringen lassen oder Osnabrücker Institutionen, die
mithilfe ihrer Social-Media-Präsenz die Reichweite der
Werbung erhöhen, wie neulich auch eine Diskothek aus der
Gartlage. Dafür sind wir äußerst dankbar. Zudem sind wir davon überzeugt, dass wir mehr Spendende hätten, wenn
auch Schwule spenden dürften. Wir halten es für
grundlegend falsch, Menschen aufgrund ihrer sexuellen
Orientierung, gestützt auf einer wissenschaftlich nicht
haltbaren Annahme vom Spenden abzuhalten.
„Die Liberale Hochschulgruppe möchte die Blutspende
weiterhin als festen Bestandteil des universitären Lebens
erhalten. Wir sind stolz, dass sich unsere Mitglieder parallel
zum Unialltag ehrenamtlich engagieren. Das Ehrenamt darf
nicht mit geringer Wertschätzung abgestraft werden.
Dieser persönliche Einsatz von Zeit und Energie ist
unbezahlbar“, so Niklas Müller (Stv. Vorsitzender). Wir
sind zuversichtlich, auf lange Sicht mehr Menschen für die
Blutspende begeistern zu können und hoffen am
auch zukünftig auf eine hohe Beteiligung. Während der vergangenen
Blutspenden konnten schon teilweise über 100 Spendende mobilisiert
werden. Dafür ist allerdings Unterstützung aus der
Studierendenschaft und der Stadtbevölkerung heraus
nötig. Alle sind Willkommen!


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